Verkehrskonzept für die Deutz-Mülheimer Straße

D-M-Str05Die zukünftige Umsetzung der Planungskonzepte „Mülheimer Süden inklusive Hafen“, „Rheinboulevard“ und „Messe City“ mit der Bebauung mit Wohnungen, Handel und Gewerbebetrieben auf der gesamten Länge der Deutz-Mülheimer-Straße als zentraler Achse südlich der Mülheimer Brücke bis zur Messe, erfordert dringend ein Verkehrskonzept. 

Das Ziel, in den nächsten Jahren einen neuen Stadtteil für bis zu 10.000 Menschen zu erstellen, bedingt eine für alle Beteiligten praktikable Verkehrsanbindung des Quartiers, das auch der Umwelt gerecht wird. 

Im Norden beginnt die Neuordnung mit dem großen Wohnneubau an der Deutz-Mülheimer Straße 183, setzt sich fort mit dem „Lindgens-Areal“ (das Bild oben zeigt die aktuelle Ansicht von der Einmündung Danzier Straße), an Deutz-Mülheimer und Hafenstraße, in dem ein Quartier mit ca. 250 Wohnungen und Gewerbe mit ca. 200 Arbeitsplätzen entstehen soll. Die Einmündung des Auenwegs soll als zentraler Platz gestaltet werden. Die alten Industriehallen weiter südlich sollen durch ein mit Grün durchzogenes gemischtes Wohn- und Gewerbegebiet ersetzt werden. Daran schließt sich weiter südlich gegenüber der Stegerwaldsiedlung das Euroforum Nord an. Dort sollen zwischen ICE Trasse, Deutz-Mülheimer Straße und Zoobrücke ca. 350 Wohnungen und Gewerbeflächen einschließlich Supermarkt erstellt werden. Noch ein Stück weiter südlich entsteht in Deutz die Messe-City, ein Neubaugebiet mit gemischter Nutzung zwischen Bahnhof und Messe Eingang Süd. Dort sollen neben Bürogebäuden und Hotels mit Gastronomie auch ein Eventbereich evtl. mit einer Spielbank entstehen. Mehrere Tausend Arbeitsplätze sind dort geplant.

Bevor diese Projekte realisiert sind, benötigt die Achse Mülheim-Süd bis zum Deutzer Bahnhof mit dem Schwerpunkt der Deutz-Mülheimer Straße ein detailliertes Verkehrskonzept, das die neue Situation berücksichtigt. Bewohner und Gewerbetreibende in den neuen Vierteln brauchen einerseits Parkmöglichkeiten für Hunderte von zusätzlichen PKWs und LKWs zur Anlieferung und andererseits einen Anschluß an den ÖPNV, um ihre Wohnung bzw. ihren Arbeitsplatz erreichen zu können.

D-M-Str01Bisher wurde diskutiert, eine Buslinie auf der Deutz-Mülheimer Straße einzurichten, eine Schwebebahn von Kalk aus oder auch eine Straßenbahn, für die allerdings kein eigenes Gleisbett aufgrund der Enge der Straße möglich scheint. Aber die Frage ist, braucht die Straßenbahn wirklich ein eigenes Gleisbett? Die Älteren unter uns werden sich vielleicht erinnern, dass früher eine Straßenbahn über die Deutz-Mülheimer-Straße fuhr.
Auf dem Bild blickt man durch die ICE-Brücke Richtung Messe, links von der Deutz-Mülheimer Straße die Stegerwaldsiedlung, rechts das zukünftige Euroforum-Nord und rechts am Rand die Villa Charlier.

Die CDU Deutz fordert daher die Erstellung eines schlüssigen Verkehrskonzepts, das sowohl den gesteigerten Individualverkehr per PKW und Rad, als auch eine belastbare Anbindung an den ÖPNV für die Deutz-Mülheimer Straße beinhaltet bevor mit der aktiven Umgestaltung des Areals begonnen wird.

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