Euroforum und Lindgens Areal – der neue Übergang zwischen Mülheim und Deutz

EuroForumDie Stadt hat ambitionierte Pläne für den Ausbau der alten Industriebrache zwischen Hafenstraße und Messe. Nach der grünen Direkt-Verbindung zwischen Deutz-Mülheimer Straße und dem Auenweg durch den Grünzug Charlier, konkretisiert sich jetzt die Planung für eine Erschließung des umgebenden, recht trostlosen Areals für eine moderne, urbane Wohnumgebung. Euroforum Nord

Das geplante „Euroforum Nord“ ist das ca. 10 ha große Dreieck zwischen Zoobrücke im Süden, Deutz-Mülheimer Straße im Osten und der ICE Trasse im Nordosten, das spätestens ab 2016 unter Berücksichtigung der vorhandenen denkmalgeschützten Gebäudebasis in ein urbanes Wohn- und Gewerbeviertel umgewandelt werden soll. Dazu sollen 350 Wohnungen gebaut und endlich eine Einkaufsinfrastruktur entlang der Deutz-Mülheimer Straße erstellt werden. Von letzterer wird auch die mittlerweile von allen Geschäften verlassene Stegerwald-Siedlung profitieren.
Das zeitweise umstrittene, für Veranstaltungen genutzte Gebäude 9 soll erhalten bleiben und gegenüber den Wohnbereichen isoliert werden, um Lärmbelästigungen zu vermeiden.

Lindgens Areal
Weiter nördlich auch an der Deutz-Mülheimer Straße, zwischen Auenweg und Mülheimer Hafen, durchschnitten von der Hafenstraße, liegt das geschichtsträchtige Grundstück der Firma Lindgens & Söhne. Mittlerweile ist die Produktion dort stark zurückgefahren und der aktuelle Eigentümer des Grundstücks, das Immobilienunternehmen Hamacher,  möchte neben den vorhandenen Gewerbebetrieben und der Veranstaltungshalle Dock One, mehr als 300 neue Wohnungen (davon bis zu 30% öffentlich gefördert) einschließlich KiTa und Parkplätzen mit grünem Zugang zum Rheinboulevard errichten.

Das Problem: der Verkehr
Wenn diese Pläne umgesetzt werden, wird die Deutz-Mülheimer Straße noch viel mehr Verkehr aufnehmen müssen, als sie es jetzt bereits tut. Tausende Menschen werden dort wohnen und arbeiten. Derzeit werden in der Stadt verschiedene Modelle diskutiert, um eine belastbare Verkehrsinfrastruktur bereit zu stellen. Eine Buslinie allein wird nicht reichen, aber der Platz für ein getrenntes Straßenbahngleisbett ist auf der Deutz-Mülheimer Straße nicht vorhanden. Vielleicht also eine Straßenbahn zwischen Wiener Platz im Norden und dem Messekreisel im Süden, die einfach auf der Straße fährt? So wie früher…

 

 

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